Marketing success in BRIC and other growth markets – implications for German brands

11. Juli 2012
Hyatt Regency Düsseldorf, Speditionsstr. 19, 40221 Düsseldorf


Europa im Strudel der Eurokrise, die USA verschuldet bis zur Halskrause – die bisherigen Motoren der Weltwirtschaft stottern und alles schaut auf die BRIC-Staaten. BRIC, das sind die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China. Der Marketing- Club Düsseldorf hat sich mal erklären lassen, wie man diese Märkte ins Visier nehmen muss. Kompetente und charmante Business Ladies aus Beijing, Mumbai, Singapur, São Paulo und Shanghai gewährten den Clubmitgliedern bei einer Podiumsdiskussion im Hyatt wertvolle Einblicke.

Die Damen, Repräsentanten der Management- und Kommunikationsberatung Globeone, arbeiten zur Markterschließung mit hoch kompetenten lokalen Teams zusammen, um neben der wissenschaftlich-analytischen Transparenz auch die lokale Marktintelligenz einzubringen.

In der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage sind die bisher maßgeblichen Parameter nur mehr schwerlich zu bestimmen: Konjunkturelle und finanzwirtschaftliche Einschnitte erlauben keine zuverlässige Prognose mehr und die Wachstumspotentiale Europas und USA sind keine sichere Grundlage mehr für eine expansive Unternehmensstrategie.

Damit erhalten die schnell wachsenden BRIC-Staaten eine größere unternehmerische Bedeutung. Vor allem die Abkoppelung von der Weltwirtschaft macht diese Länder besonders attraktiv. Wer seine Produkte in einem der bedeutenden Schwellenländer absetzt, sichert damit auch deutsche Arbeitsplätze.

Wie wichtig dieser Aspekt ist, zeigte Dr. Niklas Schaffmeister, CEO globeone, in der Präsentation des „BRIC Branding Survey“ auf, der die Besonderheiten und Gesetzmäßigkeiten von Produkteinführungen deutscher Firmen offenlegte - mit allen Schwächen und Stärken.

Zwei Beispiele gelungener Anpassung an örtliche Mentalitäten:

1. Die große Verbeugung von BMW vor dem Land der Mitte mit ihrem Claim: „BMW – German Heritage, born in China.“ Das heißt nicht mehr der Anspruch „Made in Germany“, sondern das klare Bekenntnis zum Produktionsland. Oder

2. die Einbindung der jungen Bevölkerung bei der Entwicklung eines Autotyps nach ihrer Vorstellung. VW spiegelte in einer großen Kampagne die herausragende Idee eines Kindes wider.

Segmentationsansätze, das wurde deutlich, verlieren bei den BRIC-Staaten ihre Gültigkeit, denn hier geht es um eine permanente Auseinandersetzung zwischen traditionellem und modernem Lebensstil. Internet ist der vitale Faktor für den Marktzugang und eine bedeutende Frage ist, welche Voraussetzungen für die Entwicklung einer starken Mittelschicht in der Bevölkerung gegeben sind.

Brasilien wird im Vergleich zu China als das „Gott in Frankreich – Land“ beschrieben, Indien ob seiner überproportional jungen Bevölkerung als das zukünftige Konsumentenland schlechthin und Singapur als das klassische Pilot-Testgebiet für Markenstarts, wobei Südostasien generell als das expansionsträchtige Absatzgebiet der Zukunft betrachtet wird.

MCD-Präsident Dirk Krüssenberg: „Dies war wieder mal ein Beispiel für eine Veranstaltung, die den mehr als 100 Mitgliedern tatsächlich neue verwertbare unternehmerische Erkenntnisse vermittelt hat.“