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Markus F. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG, berichtet über den Energiemarkt in Deutschland, die Stadtwerke Düsseldorf im speziellen und abschließend mit besonderem Fokus über die Markenführung bei seinem Unternehmen. Als „Ersatzkandidat“ für seinen erkrankten Vorstandskollegen Uwe Schöneberg hat es sich Herr Schmidt nicht nehmen lassen, uns durch einen interessanten Parcours der gesamten deutschen Energiewirtschaft zu führen. Als Hausherr in der schicken Turbinenhalle am Höherweg blieben keine Fragen offen, ganz im Gegenteil: - Das Produktspektrum Strom (520.000 Kunden), Gas (120.000), Fernwärme (15.000) und Wasser (80.000) mit seinen Beschaffungsstrukturen, insb. die Strombörse in Leipzig, aber auch seine Absatzstrukturen, Expansionsbestrebungen über die Stadtgrenzen hinaus, sowie der Blick auf die Wettbewerber sind beleuchtet worden - Die Preispolitik ist bei einem Marktanteil von 95% und einem ehemals regulierten Markt per definitionem nicht das Hauptthema. Der Einblick in die Kundenstruktur und die Bedeutung des Firmenkunden- und Privatkundengeschäfts sensibilisieren jedoch für die absatzwirtschaftliche Bedeutung von Pricing insb. in Verbindung mit Markierung - Die Kommunikationspolitik und hier insbesondere die PR ist zwar per se das Metier eines jeden Vorstandsvorsitzenden, aber die speziellen Ausführungen zu Marke und Markenführung, Corporate Identity, Wettbewerbspositionierung und Kampagnenmanagement zeigen deutlich die professionelle Handschrift von Marketers im Auftrag der Stadtwerke.
Sofort zu Beginn der Ausführung war klar, dass man es an diesem Abend mit einem Schwergewicht der kommunalen Politik wie gleichermaßen einem professionellen Lenker eines Industrieunternehmens zu tun hat. Aus Kommunalquerverbund wurde Multiutility, aus Amt Marke, diese geführt über einen Brand Funnel, natürlich mit der Notwendigkeit Produkte zu differenzieren, Servicelevel auf internationalem Standard einzuführen und alles anschaulich gezeigt und erklärt.
Die Fragerunde ließ Kunden sprechen: Warum diese Produktvielfalt, warum Expansion über Zweitmarken, warum Akquisition fernab der Heimat, warum „nur“ Zweitsponsor bei der Fortuna aus Düsseldorf. Um Antworten war der Vorstandsvorsitzende nicht verlegen und stand geduldig und eloquent Gewehr bei Fuß.
Wir danken Herrn Markus F. Schmidt für den Crash Kurs in Energiewirtschaft und die außerordentlich sympathische Gastfreundschaft. Schade, dass nur 60 Gäste der Einladung gefolgt sind. Diese sind jetzt allerdings mehr als aufgerüstete, mündige Konsumenten des lokalen Marktführers mit nationalen Ambitionen. Dr. Andreas Kricsfalussy
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