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Reflektion zur Rezession aus Düsseldorfer Sicht: Die Welt ist in heller Aufruhr, kaum ein Tag vergeht ohne die Bekanntgabe neuer Milliardenpleiten. Unser verstorbener OB Joachim Erwin hat seinem Nachfolger Dirk Elbers ein wohlgeordnetes Erbe hinterlassen – und eine Mahnung: „Haltet das Geld zusammen.“ Düsseldorf ist schuldenfrei und steht somit gut da. Aber Düsseldorf ist keine Insel. Jedes Unternehmen dieser Stadt und damit alle Arbeitgeber sind Teil des Weltwirtschaftsprozesses. Auch in Düsseldorf sind Arbeitsplätze und der Wohlstand dieser Stadt und ihrer Bürger gefährdet. Wir wissen, dass die Psychologie eine entscheidende Rolle unter Wirtschaftenden spielt. Deshalb diese 4 Fragen: 1.Könnte uns unser vielgelobter Düsseldorfer Wohlstand evtl. zwischenzeitlich in Lethargie versetzt und uns physisch und moralisch nachlässig gemacht haben? 2. Wähnten wir uns nicht schon in einer total geschützten, gesicherten, abgeschirmten „WirtschaftsInsel“. 3. Könnte dabei der Wille, der animalische Wille, sich zu behaupten, tendenziell beim Bürger verkümmern. 4. Könnte der Kampf gegen die herannahende Wirtschaftskrise vielleicht doch ernster, schwerer und zäher werden….? Es wabert eine Aura der Unsicherheit herum.
Wer jetzt aber in Schockstarre verfällt, ergibt sich der Krise - und streckt die Waffen. Jetzt ist wieder der Mumm der Gründergeneration gefragt: In die Hände spucken, anpacken.
Optimismus frisst Pessimismus.
Wir Marketingleute spüren es: Das Wirtschaftsszenario wird sich komplett ändern, der Kampf ums Überleben beginnt - jetzt! Ja, es ist okay zu sparen und Geldmittel bedachter einzusetzen als bislang. Doch ebenso wichtig ist es nach vorn zu schauen und in die Zukunft zu investieren. Und den Kampf ums Überleben sollten wir nicht dem Staat und seinen Konjunkturspritzen überlassen. Die politische Umverteilung durch den Sozialstaat ist sonst im vollen Gange. Daher muß der Kampf bei uns, in uns selbst beginnen. Wir im Marketing-Club Düsseldorf, mit mehr als 650 Mitgliedern, repräsentieren den gesamten Branchenmix und wir begleiten und fördern durch Interaktion und Ideenfluss den Strom der Initiativen. Wir Marketeers glauben an die Intelligenz und das Potenzial der Menschen, an Kreativität und Tatkraft. Und, ja, wir glauben an den Kapitalismus; denn die Verfolgung des Eigeninteresses ist und bleibt die Triebfeder für Wachstum und Ergebnisvielfalt. Nur Konkurrenz und Wettbewerb garantieren Kreativität, Dynamik und Produktivität. Damit ist nicht die Gier entfesselter Finanzjongleure gemeint, die wir jetzt büßen müssen. Das ist die primitive Konkurrenz , wo der Stärkere den Schwächeren übertrumpft, weil er sich mit Gewalt der vorhandenen Ressourcen bemächtigt. Nein - die intelligente Konkurrenz wird uns aus der Krise herausführen, die intelligente Konkurrenz, die nur durch ständigen Wettstreit um das bessere Produkt, die bessere Dienstleistung helfen wird, die Ressourcen zu vermehren. Zeiten der Veränderung bringen Bedrohung, für Marketeers zugleich aber auch Chancen. Gerade wir Stress-marketeers wissen, dass die größte Kreativität bekanntlich ensteht, wenn man unter Druck gerät. Deshalb sollten wir nicht die Zukunft erleiden, sondern die Zukunft gestalten. Das Paradeinstrument der Marktwirtschaft, nämlich das Marketing, muß ran! Und nicht die Staatsbürokratie.
Bürokratie ist die Erotik der Potenzlosen. Marketing macht unsere Wirtschaftskreislauf wieder potent.
Wie sagte neulich Münte:„Mit heißem Herz und klarer Kante, ohne Hose voll. Das stinkt doch nur!!
In diesem Sinne nicht mit den Augen der Furcht in die Zukunft schauen;
Optimismus frißt Pessimismus
Ihr Dirk Krüssenberg
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