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Beim Marketing-Club Düsseldorf (MCD) war am 31.1. praktisch „alles im Fluss“. Eingeladen auf das Partyschiff „Oceandiva“ hatte Clubmitglied Stijn Oude Vrielink, der als Marketing-Manager voller Stolz diese phantastische Event-Location 150 Gästen präsentieren durfte.

Nicht minder erfreut über den großen Zuspruch begrüßte Clubpräsident Dirk Krüssenberg bestens gelaunt Clubmitglieder und Gäste und verkündete zunächst die gute Nachricht von einem neuen Vorstand und Beirat für die nächsten beiden Jahre. Dann durfte gleich sein neuer Programmchef als Referent ran: Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff vom Lehrstuhl für Marketing der RWTH Aachen und ehemaliger langjähriger globaler Marktforschungschef des Henkel-Konzerns.

Der hatte schon im Vorfeld durch die Behauptung verblüfft, daß das mit den Beatles damals gar nicht so war, wie alle glauben, sondern es sich dabei um den „grössten Marketing-Coup“ aller Zeiten im Auftrag des britischen Geheimdienstes handelte. Und so führte Schroiff seine staunende Zuhörerschaft Schritt für Schritt durch eine Sequenz unglaublicher Behauptungen und Beweise: so waren z.B. der Beatles Manager Brian Epstein als auch Yoko Ono beide Geheimagenten, mysteriöse Düsseldorfer Marketingleute („MCD“) erarbeiteten Positionierung und Inszenierung des „Beatles“-Produktes, und der spätere Schlagersänger Heino hat sehr wahrscheinlich die meisten der frühen Beatles-Songs als Auftragsarbeit komponiert. Alles wurde minutiös theoretisch und wissenschaftlich begründet und mit einer Vielzahl an Fakten untermauert – Marketingwissen perfekt als „Infotainment“ verpackt.

Die Musik der Beatles ein Kunstprodukt – basierend auf Wettbewerbs-Beobachtung und systematischer Marktanalyse? Kaum zu glauben, aber wahr. Schroiff – Gitarrist/ Sänger und Beatles-Fan seit seinem 12. Lebensjahr – trat „live“ den Beweis an: mit seiner Gitarre und am Mikrofon lieferte er Schlag auf Schlag ein Insight nach dem anderen, wie die berühmten Songs der Gruppe systematisch konzipiert und musikalisch umgesetzt wurden.

Clubmitglieder und Gäste hielt es spätestens dann nicht mehr auf den Stühlen. Der Marketing-Club Düsseldorf mutierte bei „Hey Jude“ zu einem gigantischen Background-Chor und lieferte seinem Referenten eine „standing ovation“. So etwas hatte es in der gesamten Clubgeschichte noch nicht gegeben. Wie las man am nächsten Tag auf der Facebook-Seite des MCD: ....... ein memorabler Abend“.

Marina Kosse