Sipgate! DIE Agile-Organisation live erleben

14. März 2019

sipgate GmbH, Gladbacher Str. 74

Vertrauen ist alles.

Wer oder was ist eigentlich dieses sipgate? Melle Schwarz, Ministerin für Klatschen und Tanzen (aka Head of Communication & Event), führt uns durch die Mythen und Wahrheiten der Außenwahrnehmung des Pioniers der Internettelefonie. Von Restaurant, Club oder Kunstatelier bis hin zu Unternehmensberatung - je nachdem in welchem Kontext Menschen zu Sipgate kommen, entstehen unterschiedliche Eindrücke. Warum? Die Unternehmenskantine versorgt Mitarbeiter und Gäste mit Frühstück, Lunch und bei Events auch Dinner in Restaurantqualität. Kunst spielt eine zentrale Rolle am Unternehmenssitz, hin und wieder finden Partys oder Konzerte statt und auch Führungen für externe Unternehmen zum Thema agiles Arbeiten, Lean Work. - So entstehen Legenden...Keine Hierarchien, crossfunktionale Teams und scrum-Framework gehören zu den Zutaten der neuen Arbeitswelt.

Raum für Innovation schaffen die 14-tägigen Open-Fridays. Motto für den Tag ist: „Tue an diesem Tag genau das, von dem du glaubst, dass es für die Firma am wertvollsten ist.“
Meetings werden nur so lange besucht, wie die Teilnehmer das Gefühl haben, etwas dazu beitragen oder mitnehmen können. Bei Sipgate heißt das „law of two feet“.
Ob der Austausch von Bartpflegetipps, das Anlegen von Kräuterbeeten (dabei wurde das Produkt Sattelite entwickelt), Verbesserung von Arbeitskultur, organisatorische Themen, alles ist erlaubt. Die Themenslots füllen die Mitarbeiter in Selbstorganisation morgens.

Mit kleinen Hacks, wie Foto-Magneten mit den Namen drauf an den Bürotüren lernen sich die rund 170 Mitarbeiter am Standort quasi „im Vorbeigehen“ kennen. Büromaterial, Bücher bis hin zum technischen Equipment bestellen die Mitarbeiter ohne Freigabeprozesse - die Regulierung erfolgt durch eine offene Kommunikationskultur in den Teams. Bei Sipgate weiß jeder immer, wer an welchem Projekt arbeiten. Für Transparenz sorgt das Portfolio-Board, das strategisch neben der Kaffee-Küche steht. In Streams organisiert sind hier alle Tasks, Projekte und Teammitglieder organisiert. Auch ungewöhnlich: Protokolle und Dokumentation sind „Waste“ und verschwenden Energie. Die Projekte sind auf 3-4 Monate ausgerichtet und sind dann auch abgeschlossen - keine Dokumentation nötig. Überall sieht man Zahlen, Projektzwischenstände und Updates aus den Teams an den Glaswänden der Büros - so können auch Kollegen aus anderen Teams einen Blick drauf werfen.
Pairing & Mobbing gehört übrigens bei Sipgate zum guten Ton: Hier übernehmen in der Regel immer zwei Mitarbeiter (Pairing) die gleiche Aufgabe. Vorteil: Die Ergebnisse sind schneller und in der Regel auch besser. Arbeiten mehr als zwei Personen zur gleichen Zeit am gleichen Produkt, heißt das dann Mobbing.

Überraschend ist: Die 40-Stunden-Woche wird (aktuell) akkurat eingehalten. Und Home-Office gibt es nicht. „Wir sind überzeugt, dass wir am produktivsten sind, wenn wir hier in unseren Teams zusammen arbeiten“, so Melle Schwarz.

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